Wir haben jetzt über 10 Jahre lang Menschen in verschiedenen Repressionsfällen beraten. Auch bei uns haben sich in der letzten Zeit Sachen geändert. Deshalb hier ein Update zum Stand unserer Gruppe, was wir in Zukunft machen und wofür wir uns verantwortlich sehen:
- Keine neue Nachbereitung: Wir haben beschlossen, keine Betreuung neuer „Großbaustellen“ anzunehmen, also das heißt keine Einzelfallberatung für neue Aktionen oder Besetzungen mehr zu machen.
- Weiterhin Lützi lebt: Für die Sachen, die wir zugesagt haben, sind wir aber weiter erreichbar. Insbesondere wenn ihr Post im Zusammenhang mit Lützerath bekommt, könnt ihr uns weiter schreiben. Wir beraten euch gern zum weiteren Vorgehen oder können Ankündigungen von Terminen für euch auf unserer Website und im Newsletter veröffentlichen.
- Weiterhin Skillshares und Wissensweitergabe: Ansonsten haben wir in der Begleitung der vielen Fälle einige Erfahrung gesammelt, die wir gerne weiter geben. Sprecht uns also an, wenn ihr ein Skillshare braucht, zum Beispiel zum Aufbau einer eigenen Antirepressionsstruktur oder zur konkreten Nachbereitung bestimmter Fälle. Wir haben Spaß daran, Beratungstraining mit euch zu machen, zu diskutieren, wie ihr wertvolle Antirep-Inputs gebt oder was es bei einem EA zu beachten gibt.
- Weiterhin Unterstützung anderer EAs: Auch zur Unterstützung bei Ermittlungsausschüssen fragt uns gern an.
Im Prozess wegen der Blockade des Kraftwerks Neurath im November 2021 sprach das Landgericht Mönchengladbach heute nach 10 Verhandlungstagen das Urteil. Die Klimaaktivistin wurde wegen Störung öffentlicher Betriebe zu einer Geldstrafe von hundert Tagessätzen zu je 20 Euro verurteilt. Das Amtsgericht Grevenbroich hatte in erster Instanz eine Haftstrafe von 9 Monaten ohne Bewährung verhängt. Das Landgericht folgte in seinem Urteil dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft, die gefordert hatte, die Berufung zurückzuweisen.
Die Staatsanwaltschaft hat anscheinend noch nicht genug. Nach 2 erfolgreichen Freisprüchen in Prozessen rund um die Baggerbesetzung in Hambach wärend der Lütziräumung (Prozessberichte:
Am 6. Januar ging der dritte Block Neurath Prozess in den 9. Verhandlungstag, kam aber immer noch nicht zum Ende und wird am Di, 20.1. um 13:30 Uhr fortgesetzt. Nachdem alle durch die Einlasskontrollen waren, verkündete der Richter, dass auch die am letzten Verhandlungstag gestellten Beweisanträge alle abgelehnt wurden, unter anderem weil es keine dem Beweis zugängliche Tatsache wäre, dass Protest wirksam, aber Mitarbeit in Parteien allein nichts bringen würde – wenig überraschend. Dann wurde noch geschaut, ob die Angeklagte Vorstrafen habe und festgestellt, dass alle damit einverstanden waren, den RWE-Rechenkünstler zur Schadenshöhe nicht anzuhören. Das Gericht hatte bereits angekündigt, diese für irrelevant zu halten.
Am 16. und 17.12.2025 gab es zwei weitere kurze Verhandlungstage im 
Der dritte Berufungsprozess zu
Der heutige Verhandlungstag begann mit einer Überraschung für RWE:
Pressemitteilung der Aktivist*innen.
An Tag 3 vorm Landgericht Mönchengladbach bei BlockNeurath der dritten kam es tatsächlich zur Vernehmung mehrerer Zeug*innen, natürlich nicht ohne Streit um die Einlasskontrollen.